Fachkräfteverfügbarkeit

Problematik

Im Zuge des demographischen Wandels werden die Beschäftigten der Tourismusbranche immer älter und ihre Anzahl nimmt ab – bereits heute herrscht vielerorts ein Fachkräftemangel. Trotzdem setzen sich viele Betriebe nur unzureichend und zu kurzfristig mit ihrer Personalplanung auseinander und verzichten bisher häufig auf ein professionelles Personalmanagement. Dabei gelten die Arbeitsbedingungen im Tourismus mit geringem Lohn und langen Arbeitszeiten als unattraktiv. Das schlechte Image der touristischen Berufe stellt insbesondere angesichts des stetig wachsenden Wettbewerbs um Fachkräfte und um Nachwucsh ein Risiko dar.

Handlungsempfehlungen

Die touristischen Betriebe sollten sich verstärkt bewusst darüber werden, dass die Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter künftig immer schwieriger sein wird und ihre Belegschaft in der Zukunft zunehmend aus älteren Mitarbeitern bestehen wird. Dies erfordert auf Seiten der Betriebe Anpassungen im Personalmanagement und in der Außenwirkung – eine komplexe Aufgabe, für die sich die Inanspruchnahme von Unterstützung durch Experten aufdrängt. Das Spektrum konkreter Maßnahmen ist dabei sehr breit und nicht zwangsläufig mit zusätzlichen finanziellen Belastungen verbunden. So gilt es, sich bei aktuellen und potenziellen Mitarbeitern einen Ruf als attraktiver Arbeitgeber zu erarbeiten. Erreicht werden kann dies durch eine Verbesserung der Arbeits- und Ausbildungsbedingungen sowie eine vermehrte Wertschätzung der geleisteten Arbeit. Beispielweise können ein guter Austausch und Umgang mit den Mitarbeitern, Qualifizierungsmaßnahmen sowie das Aufzeigen von Karrierewegen die Loyalität der Belegschaft und die Attraktivität gegenüber potenziellen neuen Mitarbeitern erhöhen. Darüber hinaus gilt es, flexible neue Modelle der Mitarbeit zu schaffen, sodass beispielsweise auch ältere Mitarbeiter, junge Mütter oder Jugendliche mit schwierigem sozialem Hintergrund verstärkt im Tourismusbereich eingesetzt werden können. Eine Verbesserung des Personalmanagements führt zu einer verbesserten Planbarkeit, zu einer größeren Zufriedenheit der Mitarbeiter und so schließlich zu größerem Markterfolg.

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