Wie kann Tourismus dazu beitragen, ländliche Räume zukunftsfähig, lebenswert und attraktiv zu gestalten? Und welche Rolle spielen dabei Politik, Regionalentwicklung und Förderinstrumente?
Diesen Fragen widmete sich die zweite Sommertour Tourismus des Hessischen Tourismusverbands, die in diesem Jahr in den Schwalm-Eder-Kreis führte.
Gemeinsam mit Abgeordneten des Hessischen Landtags sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Tourismus, Regionalmanagement und Politik ging es darum, Tourismus dort zu erleben, wo seine Wirkung sichtbar wird: vor Ort.
Das Programm führte die Teilnehmenden von der Kreisverwaltung in Homberg (Efze) zur Marienkirche mit Einblicken in die Geschichte der Reformation. Nach einem gemeinsamen Mittagessen stand die Wanderung durch die Lochbachklamm auf dem Programm. Den Abschluss bildete der Besuch des Wildparks Knüll mit weiteren Einblicken in das touristische Angebot der Region und Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch.
Der Schwalm-Eder-Kreis zeigt beispielhaft, wie eng Tourismus, regionale Wertschöpfung, Daseinsvorsorge, Infrastruktur und Lebensqualität miteinander verbunden sind. Touristische Angebote schaffen nicht nur Gründe für Gäste, eine Region zu besuchen, sie tragen auch dazu bei, Kultur- und Freizeiteinrichtungen zu erhalten, regionale Wirtschaftskreisläufe zu stärken und attraktive Angebote für die Bevölkerung zu sichern.
Gerade für ländliche Räume ist das von großer Bedeutung. Wo Menschen gemeinsam Projekte entwickeln, Verantwortung übernehmen und ihre Region gestalten, entstehen Strukturen, die weit über einzelne touristische Angebote hinauswirken. LEADER und andere Instrumente der Regionalentwicklung können dabei wichtige Impulse setzen und ermöglichen, dass Ideen aus der Region für die Region umgesetzt werden.
Damit berührt Tourismus auch eine gesellschaftspolitische Dimension: Lebendige ländliche Räume brauchen Orte der Begegnung, Beteiligung und Gemeinschaft. Touristische Infrastruktur kann hierzu einen wichtigen Beitrag leisten: vom Kulturangebot über Gastronomie und Veranstaltungen bis hin zu Natur- und Freizeiterlebnissen.
Ein herzlicher Dank gilt dem Schwalm-Eder-Kreis für die großartige Organisation und Gastfreundschaft sowie den beteiligten touristischen und regionalen Akteurinnen, Akteuren und allen Teilnehmenden für den offenen Austausch und die zahlreichen praktischen Einblicke.
Die Sommertour wird damit ihrem Anspruch gerecht: Tourismus nicht nur zu diskutieren, sondern seine Wirkung gemeinsam vor Ort zu erleben.
















