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Quelle: Hessischer Tourismusverband e.V.

Neuauflage des Grundlagenpapiers Tourismusfinanzierung: Orientierung, Impulse und praxisnahe Lösungswege

Mit der aktualisierten Fassung des Grundlagenpapiers „Tourismusfinanzierung in Hessen“ stellt Hessen ein wichtiges Instrument bereit, das Kommunen, Destinationen und touristischen Akteuren fundierte Orientierung bietet. Die Neuauflage bündelt zentrale Informationen, zeigt praxisnahe Finanzierungsoptionen auf und unterstützt dabei, Tourismusstrukturen langfristig tragfähig und zukunftssicher auszurichten.

Das Grundlagenpapier wurde im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum (HMWVW) von der TMH Tourismus Management Hessen UG erstellt und fachlich von PROJECT M begleitet. Maßgeblich an der Ausarbeitung des Kapitels 2 „Gesetzliche Instrumente“ waren neben dem Auftraggeber folgende Verbände beteiligt:
Hessischer Heilbäderverband e. V., Hessischer Industrie- und Handelskammertag e. V. (HIHK), Hessischer Städtetag e. V., Hessischer Städte- und Gemeindebund e. V. (HSGB), Hessischer Tourismusverband e. V. sowie der Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA Hessen e. V.
Ihr fachlicher Input hat wesentlich zur Qualität und Praxistauglichkeit des Grundlagenpapiers beigetragen.

Warum es gerade jetzt wichtig ist, sich mit Tourismusfinanzierung auseinanderzusetzen

Tourismus ist und bleibt ein zentraler Wirtschaftsfaktor für Hessen. Er schafft Wertschöpfung, stärkt zahlreiche Branchen und sichert viele Arbeitsplätze. Gleichzeitig stehen Kommunen und Destinationen jedoch vor wachsenden Herausforderungen und knappen Haushalten. Das neue Grundlagenpapier unterstützt dabei, frühzeitig über geeignete Finanzierungsmodelle nachzudenken, um touristische Angebote und die Qualität vor Ort langfristig zu sichern.

Dafür zeigt das Grundlagenpapier folgende Möglichkeiten auf:

  • Gesetzliche Instrumente: Dazu zählen insbesondere Übernachtungssteuer (umgangssprachlich „Bettensteuer“) sowie Tourismus- oder Kurbeitrag. Sie ermöglichen, je nach Instrument, eine zweckgebundene Finanzierung touristischer Aufgaben oder eine allgemeine Einnahmenerhöhung.
  • Freiwillige Finanzierung: Private Anbieter und Unternehmen können sich über Fonds-, Pool-, Umlage- oder Markenpartnerschaftsmodelle beteiligen.
    Diese Modelle eignen sich besonders dann, wenn ein gemeinsames touristisches Interesse besteht und kommunale Mittel begrenzt sind.
  • Eigenfinanzierung durch Tourismusorganisationen: Zusätzliche Einnahmen können beispielsweise durch Services, Tickets, Souvenirs oder Informationsangebote generiert werden.
Doppelseite aus dem Grundlagenpapier Tourismusfinanzierung, dass das Inhaltsverzeichnis und beteiligte Institutionen zeigt. Beides ist im Beitragstext genannt.

Was Kommunen und Destinationen bei der Anwendung beachten sollten:

  • Nicht jedes Finanzierungsinstrument ist für jede Kommune geeignet. Die lokale Ausgangssituation muss individuell bewertet werden.
  • Rechtliche Rahmenbedingungen, insbesondere aus dem Beihilfe- und Vergaberecht, sind bei der Einführung oder Weiterentwicklung von Instrumenten zwingend zu berücksichtigen.
  • Eigenfinanzierung kann sinnvoll ergänzen, reicht jedoch häufig nicht aus.
  • Stabile, planbare Mittel, beispielsweise durch gesetzliche Abgaben oder freiwillige Beteiligungen, sind oft notwendig, um eine nachhaltige touristische Infrastruktur zu sichern.

Das Grundlagenpapier bietet eine fundierte Basis für Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern, Verwaltung und lokalen Akteuren. Es unterstützt dabei, geeignete Finanzierungsmodelle zu identifizieren, realistische Einnahmequellen zu bewerten und nachhaltige Strukturen im Tourismus zu entwickeln. Für Destinationen und Kommunen eröffnet es neue Perspektiven für wirtschaftliche Stabilität, zukunftsfähige Angebote, hohe Qualität und lebendige Regionen.

Das Grundlagenpapier „Tourismusfinanzierung in Hessen“ steht hier als Download zur Verfügung.



BEITRAG VOM:
15. Dezember 2025

Kategorien:
Strategie · TMH Tourismus Management Hessen UG · Umsetzungsmanagement


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