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29. Odenwälder Lammwochen unterstreichen echte Regionalität

Die 29. Odenwälder Lammwochen stehen für echte Regionalität. 14 Gastronomiebetriebe bieten bis 3. Juli 2022 Gerichte vom Odenwälder Weidelamm an. Sie unterstützen damit die Schafhaltung im Odenwald und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft. Die Gäste wissen das Angebot zu schätzen und sind gern bereit für echte Regionalität und Kulinarik mehr Geld auszugeben.

„In der Lebensqualität sind wir spitze!“, hebt Landrat Frank Matiaske die Vorzüge der Region Bergstraße-Odenwald lobend hervor. Und daran hat sich auch nach zwei Coronajahren mit erheblichen Einschränkungen nichts geändert, wie Kornelia Horn, Geschäftsführerin der Odenwald Tourismus GmbH (OTG), nachhaltig bekräftigt: „Die Lammwochen stehen wie keine andere kulinarische Aktion für echte Regionalität!“

Das Bekenntnis zu den auf saftigen Wiesen in der Region Bergstraße-Odenwald aufgewachsenen Weidelämmern erneuern aktuell gerade 14 namhafte Gastronomiebetriebe quer durch die Region Bergstraße-Odenwald von Groß-Umstadt bis Rimbach und Lautertal bis Breuberg mit ihren kulinarischen Angeboten rund um das heimische Lamm. Die beteiligten Gastronomen haben sich verpflichtet, ausschließlich Lammfleisch der heimischen Schäfer zu verarbeiten. „Den Genuss des Fleisches der auf den Weiden des Odenwaldes aufgewachsenen Tiere lassen sich die Gäste dann auch den einen oder anderen Euro mehr kosten“, weiß Kornelia Horn. Mit dem Start der 29. Lammwochen am vergangenen Wochenende sind die beliebten Lammgerichte nach zweijähriger Coronapause wieder vor Ort in den Gastronomiebetrieben zu genießen. Bis einschließlich Sonntag, 3. Juli, haben die teilnehmenden Gastronomen spezielle Lammgerichte im Angebot.

Armin Treusch (Reichelsheim), Vorsitzender der Odenwälder Regionalsektion des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) und Kornelia Horn erinnern darüber hinaus auch an die wichtige Arbeit der Schäfer. „Durch die Beweidung von schützenswerten Flächen tragen sie mit ihren Tieren zur Vielfalt in der Landschaft bei, schützen Wiesen und Weiden vor Verbuschung und erhalten so die artenreichen Flächen.“ Die hier aufwachsenden Lämmer bekommen ein an Kräutern und Gräsern reiches Futter, was sich selbstverständlich im Geschmack des Fleisches widerspiegelt. „Hier kann man den Odenwald schmecken!“, sagen die Tourismusfachfrau und der DEHOGA-Vorsitzende übereinstimmend. Entsprechend dem eigenen Anspruch an Regionalität werden die Lämmer auch von Metzgern in der Region geschlachtet und in den Restaurants zu kulinarischen Spezialitäten verarbeitet. „Regionale Spezialitäten genießen und gleichzeitig wertvolle Flächen im Odenwald schützen – das kann man beim Besuch der Odenwälder Lammwochen verbinden“, betont Kornelia Horn.

Sascha Denniger vom Landgasthof >Grüner Baum< in Oberzent-Gammelsbach würdigt die Odenwälder Lammwochen „trotz erheblichem Aufwand als eine identitätsstiftende wichtige Aktion, die den Naherholungsraum Bergstraße-Odenwald im Gespräch hält und weiterentwickelt“. Das Küchenteam des >Grünen Baum< um Sascha Denniger bietet z.B. Gerichte, wie Saltimbocca von der Lammkeule auf Ratatouille und Kartoffel-Mandel-Gratin oder zarte Steaks vom Weidelamm unter einer Pinenkern-Rosmarin-Kruste an kräftigem Rotweinjus mit Speck-Bohnen-Bündchen und Ofenkartoffeln. Im Odenwald-Gasthaus >Zur Krone< in Bad König-Zell, wie auch im Hotel >Kuralpe Kreuzhof< in Lauertal oder im >Grünen Baum< in Michelstadt beispielsweise gibt es in der guten regionalen Küche zu den Odenwälder Lammwochen gar köstliche Gerichte vom Odenwälder Weidelamm und der Odenwälder Ziege (>Krone<) aus eigener Tierhaltung.

Armin Treusch sieht die 29. Auflage der beliebten Odenwälder Lammwochen zwar noch immer coronabedingt „auf kleinerer Spur als bis 2019 üblich“, lässt dennoch am notwendigen Fortbestand der kulinarisch wie ökologisch wichtigen Aktion keinerlei Zweifel aufkommen. „Die aktuelle Teilnehmerzahl der Gastronomiebetriebe ist nicht zufriedenstellend“, sagt er und sieht die Gründe in der „derzeit insgesamt unruhigen Phase im Gastronomiegewerbe“. Diese basiere vorwiegend auf pandemiebedingtem Personalmangel, „weil viele Mitarbeitende sich in der Zeit des Lockdowns anderen Tätigkeiten zugewandt haben“. Auch ließen Coronainfektionen bei Kollegen und deren Mitarbeitenden „eine kontinuierliche Arbeit noch immer nicht zu“, weiß Armin Treusch um die Sorgen und Nöte in der Branche. Vor diesem Hintergrund werde man sich nach dem zweiten kulinarischen Highlight in der Region, den Kartoffelwochen im Herbst, „mit neuem Input neu orientieren und die jahrzehntelangen Aktionen auf neue Füße stellen“, kündigt der DEHOGA-Vorsitzende an.

Aktuell erlebt jedoch zunächst die Devise des früheren Odenwälder Landrats Horst Schnur als Ideengeber und „Vater“ der Odenwälder Spezialitätenwochen wieder fröhliche Urständ: „High Tec“ und „High Snack“ als herausragendes Merkmal des Odenwaldes. Die Kreativangebote der Küchenchefs bestätigen diese zumindest für die kulinarische Seite einmal mehr nachhaltig. Eine Liste der an den 29. Odenwälder Lammwochen beteiligten Gastronomiebetriebe, Rezepte zum Nachkochen, sowie alles Wissenswerte rund um die Schafhaltung und Produkte vom Schaf finden Interessierte im Internet unter: www.lammwochen.de



Autor(in): Kornelia Horn

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