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Tourismusradar Hessen – Ausgabe Oktober 2021

6. Oktober 2021
Aktuelle Informationen zum Corona-Virus / COVID-19 finden Sie hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die zweite Jahreshälfte 2021 startet für die hessischen Beherbergungsbetriebe im Juli mit einem Plus von 18 Prozent mehr Ankünften und 14 Prozent mehr Übernachtungen im Vergleich zu Juli 2020. Das Vor-Corona-Niveau wird allerdings noch nicht erreicht (-41% weniger Übernachtungen).
  • Der Taunus ist die bekannteste hessische Region, FrankfurtRheinMain und der Westerwald belegen die Plätze zwei und drei.
  • Die Einreise aus China ist wieder möglich, da es fortan weder als Virusvarianten- noch als Hochrisikogebiet gilt.
  • Das Tourismusradar Hessen erscheint ab sofort monatlich in einer Kurzfassung und einmal pro Quartal in einer Langfassung.

 

Tourismusradar Hessen – Oktober 2021

Herzlich willkommen zur ersten Ausgabe des „neuen“ Tourismusradars Hessen.

Wie Sie auf dem Tourismusnetzwerk vielleicht schon gelesen haben, wird das Tourismusradar ab sofort in einem veränderten Rhythmus erscheinen. Vorab: Es wird weiterhin jeden Monat eine neue Ausgabe des Tourismusradars geben. Allerdings wird die monatliche Ausgabe gekürzt und erscheint in Form eines Kurz-Radars. Dieses versorgt Sie kurz und knapp mit wichtigen Zahlen und Daten zum Hessen-Tourismus. Einmal pro Quartal wird zudem eine Langfassung des Tourismusradars erscheinen, wie gewohnt mit einem für Hessen relevanten Thema im Fokus. Darüber hinaus setzen wir die exklusiv für Hessen durchgeführte Repräsentativbefragung in der Bevölkerung fort und stellen Ihnen die wichtigsten Ergebnisse einmal im Quartal im Rahmen der Tourismusradar-Langfassung vor.

Die Anpassung des Formats resultiert aus den Ergebnissen der Umfrage der Hessen Agentur zur Nutzung von Marktforschungsdaten. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an alle, die über die Befragung Feedback zum Tourismusradar gegeben haben!

Wir hoffen, dass Ihnen die neue Struktur des Tourismusradars gefällt und Ihnen die Daten weiterhelfen. Viel Spaß beim Lesen!

 

Zahlen – Daten – Fakten zum Hessen-Tourismus

Entwicklung der Gäste- und Übernachtungszahlen Hessen

Die zweite Jahreshälfte 2021 startet im Juli mit einem Plus von 18 Prozent mehr Ankünften und 14 Prozent mehr Übernachtungen im Vergleich zu Juli 2020. Insgesamt zählen die hessischen Beherbergungsbetriebe 867.549 Ankünfte und 2.233.790 Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Verglichen mit Juli 2019, dem Sommer vor der Corona-Pandemie, entspricht dies 41 Prozent weniger Übernachtungen und 34 Prozent weniger Ankünften. Somit verlief der Juli dieses Jahres besser als 2020, liegt jedoch weiter unter dem Vor-Corona-Niveau aus 2019.

Von Januar bis Juli 2021 wurden in den Beherbergungsbetrieben in Hessen rund 7,94 Mio. Übernachtungen verbucht, 26 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2020. Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2019 wurden damit 61 Prozent weniger Übernachtungen gemeldet. Somit bleibt trotz der monatlich steigenden Ankunfts- und Übernachtungszahlen der Rückstand auf die Vor-Corona-Zeit weiterhin groß.

Und wie verteilen Sie sich Ankünfte innerhalb Hessens auf die großen Städte sowie die ländlichen Räume? Wie in der August-Ausgabe bereits thematisiert, lag in den Sommermonaten seit Corona der Anteil der Ankünfte in den Städten unterhalb der Ankünfte in den ländlichen Gebieten. Im Juli 2021 verbrachten 46 Prozent der Gäste ihren Aufenthalt in den Städten (ab 50.000 Einwohner) und 54 Prozent der Ankünfte wurden im ländlichen Raum verzeichnet. Zum Vergleich: Im Juli 2019 lag der Anteil der Städte bei 55 Prozent und der Anteil des ländlichen Raums bei 45 Prozent der Ankünfte. Das Stadt-Land-Verhältnis ist also aktuell im Vergleich zu der Vor-Corona-Zeit umgekehrt.

In Deutschland insgesamt wurden im Juli 2021 in den Beherbergungsbetrieben rund 48,2 Mio. Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland gezählt. Das sind 6 Prozent mehr Übernachtungen als im Juli 2020, aber 18 Prozent unter dem Niveau des Vorkrisenjahres 2019. Die Übernachtungsentwicklung in Hessen liegt folglich über dem Bundesdurchschnitt (Hessen +14%). Im Vergleich zu den Flächenbundesländern erzielt Hessen, wie bereits im Juni, den größten Übernachtungszuwachs im Vergleich zu Juli 2020. Es folgen Thüringen (+13%), Nordrhein-Westfalen (+10%), Bayern (+9%) und Niedersachsen (+9%). Weniger Übernachtungen verzeichnet haben das Saarland (-0,9%), Sachsen-Anhalt (-2%) sowie Rheinland-Pfalz (-19%). Nach absoluten Übernachtungszahlen im Juli 2021 liegt Hessen im Vergleich der Flächenbundesländer weiterhin auf Platz 7. Die positive Entwicklung ist unter anderem auf den inzwischen auch wieder möglichen Geschäftsreisetourismus zurückzuführen, der in Hessen eine besonders hohe Bedeutung hat.

 

Zahlen – Daten – Fakten zu den internationalen Quellmärkten Hessens

Aus dem Ausland reisten im Juli 2021 gut 136.000 Gäste nach Hessen (+27% im Vergleich zu Juli 2020). Am stärksten vertreten waren dabei Gäste aus den Niederlanden (25.241 Ankünfte, +10%), aus den USA (16.461 Ankünfte, +138% im Vergleich zu Juli 2020) sowie aus Dänemark (11.521 Ankünfte, +13%). Während im Juni 2021 noch gut 6.000 Niederländer nach Hessen reisten, stieg die Anzahl im Juli deutlich an auf über 25.000 Gäste. Für die Niederländer ist Hessen somit weiterhin ein attraktives Reiseziel.

Es gilt weiterhin eine generelle Nachweispflicht, d.h., dass bei Einreise grundsätzlich ein negatives Testergebnis, ein Impf- oder Genesenennachweis vorausgesetzt wird. Dies gilt unabhängig davon, mit welchem Verkehrsmittel die Einreise erfolgt und ob ein Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet stattgefunden hat. Risikogebiete werden aktuell nur noch in zwei Kategorien, den Hochrisikogebieten und den Virusvariantengebieten, ausgewiesen. Derzeit ist kein Land als Virusvariantengebiet eingestuft. Von den für den Hessen-Tourismus relevanten Quellmärkten gelten derzeit die USA und Großbritannien als Hochrisikogebiet. Für eine Einreise aus diesen Ländern besteht folglich eine Quarantänepflicht, welche vorzeitig durch einen Impf- oder Genesenennachweis oder nach fünf Tagen durch einen negativen Testnachweis beendet werden kann. Für Einreisen aus Großbritannien gilt weiterhin, dass die Einreise nur für vollständig geimpfte Personen möglich ist. Neu ist allerdings, dass die Einreise aus China wieder möglich ist und damit als „normales“ Land behandelt wird.

Die hier dargestellten Daten werden in jeder Ausgabe des Tourismusradars aktualisiert, die aktuellen Einordnungen der Hochrisiko- und Virusvariantengebiete seitens des RKI finden Sie hier: Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete durch das Auswärtige Amt.

 

Bekanntheit der hessischen Regionen

Zum Abschluss blicken wir noch einmal kurz auf die gesammelten Ergebnisse aus zwölf Monaten Repräsentativ-Befragung mit insgesamt 6.500 Befragten.

Heute soll es um die Bekanntheit der hessischen Regionen gehen.

Die bekannteste hessische Region ist der Taunus bei 68 Prozent der Befragten, gefolgt von FrankfurtRheinMain (66%) und dem Westerwald (62%). Auf den Plätzen folgen Spessart, Rhön, Rheingau, Vogelsberg, Bergstraße-Odenwald, Lahntal und GrimmHeimat Nordhessen.

Auch in den kommenden Ausgaben werden wir immer wieder interessante Details der Befragung darstellen, zudem werden vierteljährlich weiter Personen zu den wichtigen Themen im Hessen-Tourismus befragt.

 

Ausblick

Wie einleitend angekündigt, wird das Tourismusradar Hessen zukünftig monatlich in der Kurzfassung erscheinen und einmal im Quartal wird es eine Langfassung geben. Im November erscheint wieder eine Kurzfassung, bevor zum Abschluss des Jahres im Dezember eine lange Fassung des Tourismusradars folgt. Über das Thema der Dezember-Ausgabe informieren Sie in der kommenden Ausgabe.

Die Oktoberausgabe des Tourismusradars Hessen können Sie auch hier als pdf downloaden.

 

Quellen

Hessisches Statistisches Landesamt
Statistisches Bundesamt (Destatis)

 

Hinweis: Die Darstellung und Erläuterung der Entwicklung der statischen Kennzahlen basiert auf der Grundlage der bei den statischen Ämtern jeweils monatlich veröffentlichten, absoluten Daten.

 



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