19. September 2018

Woher kommt das Geld? Diskussion mit Destinationen in Hessen und Rhein-Main auf Einladung des Skål Club Frankfurt

„Normalerweise wird hier oben getanzt“ meint der Standortleiter des Walden in der Frankfurter Innenstadt. Heute, am 11.9.18 hat der touristische Wirtschafts-Club „Skål Frankfurt“ die erste Etage des Szenelokals eingeladen zum Thema Tourismus in Hessen und Rhein-Main. Präsident von Skål International Thomas Döbber-Rüther begrüßte die annähernd 50 interessierten Teilnehmer und stellte den Gästen Skål International vor. Seit November 2017 ist Thomas Döbber-Rüther als Präsident des Skål Club International Frankfurt verantwortlich. Beruflich in Heusenstamm ansässig, ist er als Interim Manager für die Sanierung und Restrukturierung von Hotelbetrieben und touristischen Einrichtungen weltweit unterwegs.

Alle waren gekommen, um der Vorstellung des Leiters Tourismus bei der Hessen-Agentur, Herbert Lang sowie den Podiumsgästen zu lauschen. Auf dem Podium waren die Geschäftsführer der Rhein-Main Destinationen: „Hausherr“ Thomas Feda von der Tourismus + Congress GmbH  Frankfurt, Kornelia Horn von der Odenwald Tourismus GmbH, Daniela Krebs vom Taunus Touristik Service e.V. sowie Rolf Wölfert als Vorstand der Rüdesheim Tourist AG. Vom Hessischen Tourismusverband ist Yvonne Heider angereist. Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Geschäftsführer der Spessart Tourismus und Marketing GmbH, Bernhard Mosbacher.

Herbert Lang führte die Gäste in das Tourismusland Hessen mit 11 Destinationen und über 34 Mio. Übernachtungen, „damit sei man im Deutschland-Ranking aller Regionen auf Platz 5“ referierte er stolz. “Vor bekannten Urlaubsgebieten wie Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, dem Gastland der diesjährigen ITB“.

Die Tourismusvermarktung für Hessen ist als Abteilung bei der Wirtschaftsförderung, der Hessen-Agentur in Wiesbaden, angesiedelt.

In der anschließenden Podiumsdiskussion erfuhren die Gäste, wie sich die einzelnen Städte und Regionen im Rhein-Main-Gebiet  finanzieren. Teilweise sind sie fast 100% von öffentlichen Geldgebern wie Landkreisen oder Kommunen abhängig, teilweise werden neue Modelle zur Tourismusfinanzierung  eingeführt wie der Tourismusbeitrag in Frankfurt seit diesem Jahr. Auch in  Rüdesheim wird gerade die Einführung geprüft. „Im Odenwald haben sich Unternehmer zu einer freiwilligen Unterstützung des Tourismusmarketings, der ODIN Initiative,  zusammengetan“ erklärte Kornelia Horn stolz. Große Unterschiede bei der touristischen Nachfrage gibt es allerdings zwischen den Städten, wo permanent in den letzten Jahren neue Hotels errichtet werden und die Tourismuszahlen dynamisch steigen und den ländlichen Regionen im Odenwald, Spessart oder Hinter-Taunus. Hier kämpft man mit dem Strukturwandel bei Gastronomie und Hotellerie. Speziell für diese Regionen existieren Förderprogramme wie der EU-Fond LEADER oder Unterstützungsleistungen der Landesregierung. Auch die Qualitätsoffensive des Hessischen Tourismusverbands (HTV) und der Dehoga Hessen setzt gerade dort an.

Auf einen besonderen Aspekt wies Yvonne Heider vom HTV hin: für alle Destinationen in Hessen gelten die Ziele des „tourismuspolitischen Handlungsrahmens“, den die Landesregierung 2015 beschlossen hatte. Hier werden bestimmte Kriterien festgelegt, wie Personalausstattung, Finanzvolumen u.a., die eine Professionalisierung des Destinationsmanagements bis 2020 erreichen sollen.

Abschließend wurde noch auf ein Highlight im nächsten Jahr hingewiesen: die Ausrichtung des Germany Travel Mart 2019 in Wiesbaden und im Rheingau. Diese Veranstaltung mit über 1200 Teilnehmern aus aller Welt ist die jährlich stattfindende Messe für den Deutschlandtourismus. Damit hat Hessen die Gelegenheit sich dem internationalen Publikum zu präsentieren, was „insbesondere für Frankfurt, Wiesbaden  und den Rheingau mit dem hohen Anteil ausländischer Gäste eine ideale Plattform ist“, erklärten unisono Feda und Wölfert.

Zum Abschluss dankte Mosbacher den Kolleginnen und Kollegen, dass Sie dem interessierten Publikum einmal einen Blick hinter die Kulissen der einzelnen Destinationen gewährt haben.  Skål International Frankfurt unterstützt als weltweiter Tourismusverband den Hessentourismus.

Bernhard Mosbacher

Kontakt: Spessart Tourismus und Marketing GmbH, Seestraße 11, 63571 Gelnhausen, Tel.: 06051-887720, E-Mail: info@spessart-tourismus.de

 

 

Foto Iris Schmitt. Personen von l.n.r.: Thomas Feda, Kornelia Horn, Daniela Krebs, Herbert Lang, Yvonne Heider, Rolf Wölfert, Bernhard Mosbacher, Ursula Mühlens

 

Zu Skal:

Skål International ist ein weltweites Netzwerk von Personen, die in der
Tourismuswirtschaft Verantwortung tragen und auf der Basis von Freundschaft
miteinander geschäftlich in Verbindung stehen. Skål-Mitglieder setzen sich für Frieden und Völkerverständigung ein. Sie engagieren sich für eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus auf betrieblicher, lokaler, nationaler und internationaler Ebene. Seit einigen Jahren widmet sich die weltweite Skål-Bewegung verstärkt der Förderung touristischer Nachwuchskräfte, um diese an die Skål-Idee und die örtlichen Clubs heranzuführen und auch ihnen die Möglichkeit zu bieten, die Vorteile einer Skål-Mitgliedschaft zu nutzen. Der Förderverein Skål-Stipendium e.V. vergibt jährlich Stipendien an ambitionierte Studierende ausgewählter Bildungseinrichtungen. Werden Sie Mitglied und informieren Sie sich weiter unter www.skal-deutschland.de und www.skal-frankfurt.de




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